Der Ursprung des Polterabends ist nicht genau geklärt, allerdings ist der Brauch des Polterabend älter als die christliche Hochzeitszeremonie.
Einige sehen den Ursprung bei den Germanen, andere wiederum sehen den Ursprung auf einen heidnischen Brauch zurückzuführen.
Die alten Germanen glaubten, dass sie durch das Zerschlagen von Krügen und Amphoren, sowie dem rasseln mit ihren Waffen böse Geister vertreiben könnten. Um den Effekt zu verstärken trugen die Germanen dabei möglichst hässliche Gesichtsmasken.
Andere wiederum führen den Polterabend auf einen heidnischen Brauch zrück. Damals wurde den Göttern auf Tonscherben Opfergaben dargebracht. Nach der Opferzermonie wurden die Tonscherben zerbrochen und damit laut gepoltert.
Es wird überliefert, dass im 16 Jahrhundert die Familienmitglieder, Verwandten und Nachbarn des Brautpaares am Tag vor der Hochzeit einen Umzug veranstalteten. Bei diesem Umzug versuchten sie soviel zu poltern und zu lärmen wie möglich. Dazu schlugen sie mit Stöcken und Peitschen um sich.
Ganz nebenbei steckt zusätzlich ein psychologischer Aspekt dahinter:
Junggesellen, die auch um diese Braut geworben hatten, von dieser allerdings einen Korb erhielten, bekommen so die Gelegenheit, sozialverträglich „Dampf abzulassen“, wodurch der Stammesfrieden bzw. später der Dorffrieden besser gewahrt bleib.